Verein

Dirigenten

Wer die Musikkapelle und den Musikverein Bissingen seit 1920 dirigiert hat – von Albert Gölz bis heute.

Die Dirigenten seit 1920, nach Jahren
  1. Albert Gölz 1920–1963 · 43 Jahre
  2. Franz Tomschi 1963–1979 · 16 Jahre
  3. Georg Müller 1979–1991 · 12 Jahre
  4. Werner Traub 1991–1996 · 5 Jahre
  5. Markus Frieß 1997–1999 · 2 Jahre
  6. Stefan Tarkövi 1999–2004 · 5 Jahre
  7. Matthias Beno 2004–2006 · 2 Jahre
  8. Heidi Maier 2006–2015 · 9 Jahre
  9. Sergej Saika 2016
  10. Julien Meisenzahl 2017–2020 · 3 Jahre
  11. Matthias Janitschek 2020–2024 · 4 Jahre
  12. Leonard Gießner seit 2024 · 2 Jahre

Die Porträts stammen aus der Zeit, in der die Dirigenten bei uns waren. Unseren heutigen Dirigenten stellen wir bei der Stammkapelle vor.

Julien Meisenzahl

Julien Meisenzahl studierte, während seiner Zeit bei uns, an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart Schulmusik und an der Universität Stuttgart Mathematik und Informatik.

Neben seinem Studium war Julien Meisenzahl als Orchesterleiter, Ausbilder für Trompete und Musiktheorie sowie als Komponist tätig. Im Jahr 2014 gewann er die Ausschreibung der Stadt Karlsruhe für eine Orchesterkomposition. Diese Orchesterkomposition kam im Rahmen des 300. Stadtgeburtstags zur Uraufführung.

Von 2017 bis 2020 leitete er die Oberstufen-Stammkapelle und die Jugendkapelle des Musikvereins Bissingen an der Teck. Zusätzlich ist er seit Sommer 2018 der neue musikalische Leiter des Kreisjugendorchesters Esslingen.

Heidi Maier

Heidi Maier begann ihr Hornstudium am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg bei Michael Lösch. Sie wechselte an die Musikhochschule München in die Klasse von Prof. Wolfgang Gaag und absolvierte anschließend Aufbaustudien bei Wolfgang Wipfler (Stuttgart) und Prof. Eric Terwilliger (München). Sie studierte Blasorchesterleitung bei Prof. Maurice Hamers an der Musikhochschule Augsburg-Nürnberg und vervollständigte ihr Können durch ein Studium bei Alex Schillings (Niederlande).

Als Orchestermusikerin spielte die Hornistin bei den Nürnberger und den Hofer Symphonikern. Es folgten Engagements bei den Münchner Symphonikern und dem Philharmonischen Orchester Zwickau. Anschließend war sie als Substitut beim Stuttgarter Musical „Tanz der Vampire“ tätig.

Im Ensemblespiel wurde Heidi Maier beim Jan-Koetsier-Wettbewerb 1995 (Kategorie Hornquartett) mit einem Förderpreis und beim Wettbewerb der Nürnberger Nachrichten 2005 (Kategorie Blechbläserquintett) mit einem 2. Preis ausgezeichnet. Sie war Stipendiatin der „Villa Musica“ (Kammermusikstiftung des Landes Rheinland-Pfalz) und der Yehudi-Menuhin-Förderung „Live Music Now“. Gerne konzertiert sie in kammermusikalischer Besetzung mit dem „Trio Variabile“ mit Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier.

Heidi Maier engagiert sich für junge Hornisten an den Musikschulen Korntal-Münchingen und Ditzingen. Ihre Schüler spielen in örtlichen Ensembles, nehmen bis auf Bundesebene erfolgreich beim Wettbewerb Jugend musiziert teil, spielen in Auswahlorchestern, machen Musikabitur und studieren Musik. Im Sinne eines lebenslangen Lernens unterrichtet sie auch Erwachsene und wirkt als Dozentin bei Fortbildungen.

Heidi Maier dirigierte von 2006 bis 2015 die Jugend- und die Stammkapelle des Musikvereins Bissingen/Teck und seit dem Jahr 2010 den Musikverein Kleinglattbach.

Zusammen mit Daniela Schwäble entwickelte sie die Jugendkonzerte in Bissingen zu einer Veranstaltung, bei der die gesamte Jugendarbeit des Musikvereins präsentiert wird. So konnten seither thematisch gestaltete Konzerte wie das Burgfest (2010), die Weltreise (2011) und die Dschungelexpedition (2013) präsentiert werden, bei denen Blockflöten, Musikalische Früherziehung und Jugendkapelle beteiligt sind. Es entstehen szenisch inszenierte Events, bei denen sich Musik, Rhythmik, Gesang, Text und Bühnenbild zu einem runden Ganzen zusammenfügen.

Die ebenso harmonische wie erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stammkapelle Bissingen zeigt sich bei ausgezeichneten Ergebnissen bei Wertungsspielen und Wettbewerben. Ein besonderes Anliegen sind der Dirigentin neue Konzepte zur Gestaltung von Konzerten, so beispielsweise die Aufführung des Requiems op. 70 für Chor und Blasorchester von Rolf Rudin im Jahr 2007 oder das Gemeinschaftskonzert mit dem Posaunenchor Bissingen im Jahr 2009. Thematisch gestaltete Programme wie Filmmusik (2011), Orient (2013) oder Bayern (2014) stärken die Attraktivität der Frühjahrskonzerte.

Heidi Maier ist als Wertungsrichterin im Blasmusikverband Baden-Württemberg tätig. Im Jahr 2009 wurde sie zudem in die CISM-Expertenliste aufgenommen und in der Folge als Jurorin zu Wettbewerben in der Schweiz und in Bayern eingeladen.